Dirk Kueppers Applewelt

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iPad inspired me to write an eBook

Die Überschrift ist kein Scherz. Ich habe vor Jahren (es war der 12.09.2001) schon mal darüber nachgedacht ein Buch zu schreiben. Diverse Faktoren haben mich aber abgehalten. Zeit, Geld und der Aufwand der an der Print-Branche hängt. Frei hatte ich mich damals in meinen Entscheidungen auch nicht gefühlt. Mit dem Start des System Mac OS X Lion überkam es mich auf einmal aber dann doch. Auf meinem Intel Core 2 Duo iMac (der übrigens ab sofort zum Verkauf bereit steht) war der Löwe ziemlich schwerfällig. Wie nach einer Raubtierfütterung ebend – Satt und träge. Ich machte mich auf die Suche im Internet. Mit Tante Google fand ich allerlei Hinweise zur Beschleunigung des Königs der Tiere. Die wollte und konnte ich aber nicht alle auswendig im Kopf behalten. Irgendwie musste das alles schriftlich festgehalten werden und ich wollte es immer dabei haben. Ein glücklicher Zufall trat ein: Das iPad und mein iPhone lagen neben mir auf dem Tisch und der Blitz schlug in die Rathausuhr ein. Wie beim kleinen Helferlein von Daniel Düsentrieb ging bei mir die Lampe an: Mach ein eBook daraus! Gesagt getan. Auf der Apple Homepage gibt es eine Pages Dokumenten Vorlage mit der man ePub Dateien erzeugen kann. Die habe ich mir runtergeladen und mit Pages geöffnet. Beachten musste ich jedoch: Mit Bildern wird das zwar klappen (RGB-Modus ist Pflicht), aber nur eines pro Seite und wenn es geht zentriert war optimal. Das Bild darf nicht frei sein und muss im Text mitlaufen bzw. eingebunden sein. Das wird spätestens dann klar, wenn man merkt wie die Seitenanzahl sich bei Vergrößerung oder Verkleinerung der Buchstaben im eBook verändert. Etwas Technik: Innerhalb des fertigen ePub Dokumentes liegt eine xml Beschreibung der Seiten vor, damit alles auf dem Screen des iPads dargestellt wird. Ähnlich wie bei einer Internetseitenbeschreibungssprache (taufe ich jetzt mal prompt zum Unwort des Jahres) kurz: HTML. Zurück zur Vorlage, denn ich will nicht programmieren sondern Input in die Maschine bekommen. Alle benötigten Formate, Schriftarten und Schriftgrößen sind im Dokument voreingestellt. Man kümmert sich also erst mal nur um den Inalt und später um die Formatierung. Nützlich war aber für mich noch folgendes Feature: Das automatisch generierte Inhaltsverzeichnis. Da ich meine Tipps, Tricks und Tweaks zum Löwenkind durchnummeriert habe, waren diese auch automatisch eine fantastische Navigation für das eBook. Hierzu verwendet man die Formatvorlage Kapiteltitel. Den Beispieltext im Dokument kann man wunderbar überschreiben. Der Rest ist Copy & Paste. Das Inhaltsverzeichnis kann man am Schluß mit rechter Maustaste erstellen lassen. Die benötigten Seiten dafür schnappt sich Pages automatisch und fügt diese zu Beginn des Dokumentes an. (Was habe ich mir mit Word immer einen abgebrochen damals, aber gut: Word erkennt nun mal Buchstaben und macht daraus Wörter welche dann wieder wunderschöne Sätze ergeben. Ist halt kein DTP-Programm!) Nach etwa einem Drittel Schreibarbeit ist mir noch DragonDictate aus dem Regal in die Finger gefallen. Durch diktieren konnte ich die Zeit bis zur Fertigstellung deutlich verkürzen. Ingesamt habe ich nur 4 Tage gebraucht. Ist alles fertig formatiert, exportiert man mit Pages in das ePub Format und überträgt das ePub-File mittels iTunes auf das iPad oder iPhone. Das Gefühl in der Hand war überwältigend! Ich war selber von mir überrascht wie schnell, einfach und effektiv der Herstellungsprozess ablief. Jeder der ein Buch schreiben möchte, sollte sich diese Möglichkeit einfach mal anschauen und ausprobieren!

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