Dirk Kueppers Applewelt

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Monatsarchive: Juli 2014

Apple Macintosh und MELAG Steris

Nach einer mehrmonatigen Testphase hat sich nun eine stabile und wartungsfreie Lösung ergeben die es ermöglicht Daten aus einem MELAG Steri 40-B automatisiert auf einen Mac Server übertragen zu lassen. Für diese Testphase bedanke ich mich recht herzlich bei der Praxis Dr. Laig in Köln. Einige weitere Praxen setzen diese Lösung nun auch ein, wer Interesse hat maildet sich gerne bei mir. Was muss also getan werden. Schritt 1: Prüfen ob das MELAG Gerät Daten per FTP Protokoll übertragen kann (Das können ziemlich viele denke ich). Schritt 2: Techniker des vertrauten Dentaldepot anrufen und bitten benötigte Einstellungen am MELAG Gerät vorzunehmen. Schritt 3: Die Software Rumpus 8 (FTP Server) kaufen: http://www.maxum.com/Rumpus/OrderRumpus.html Schritt 4: Einrichtung der Software erfolgt per Teamviewer und Telefon. Schritt 5: Daten nicht mehr von der CF-Card einlesen (die bleibt lediglich als Sicherheit erhalten!) sondern direkt vom Serverlaufwerk Charly. Schritt 6: There is no step 6. Noch einen Tipp habe ich von Daniel Fahrländer erhalten: Sollte die Netzwerkinfrastruktur zu alt sein, benötigt man möglicherweise ein Cross-Over-Netzwerkkabel direkt am MELAG Gerät. Aber das ist in der Regel selten. MELAG selber interessiert sich übrigens nicht für solche Lösungen. Ein Anruf dort bringt also nichts.

Zahnarztpraxis Begehung: Behörden machen Ernst!

In letzter Zeit vermehren Sich Warnungen der Kassenärtzlichen Vereinigungen. Behörden sind gemäß §5 MPGVwV unangekündigt (denn das dürfen die!) in Zahnarztpraxen unterwegs und fühlen diesen auf den Zahn. Manchmal treffen sie direkt dabei den Nerv. Beispiel Baden-Württemberg: Hier werden mehr Inspektoren angeheuert als man sich vorstellen kann. Stellenanzeigen belegen das schwarz auf weiß. Niedersachsen plant derzeit „ALLE“ Praxen zu besuchen. Sicherlich ein zeitlich spannendes Unterfangen, aber mit genügend Personal stehen die Damen und Herren schneller vor der Türe als es einem möglicherweise lieb ist. In Bayern hat es eine Zahnarztpraxis bereits erwischt: Hier wurde gegen den Datenschutz und Patientenrechtgesetz in der Zahnarztpraxis verstoßen. Die riesige freie Auswahl bei der Begleichung der Strafe hat man jedoch nicht: Entweder zahlen Sie 50.000 Euro oder Sie gehen für 1 Jahr direkt ins Gefängnis (Gehen Sie dabei jedoch nicht über LOS und ziehen sich nicht 4.000 Euro ein!) Die Folgen und Konsequenzen für die eigene Zahnarztpraxis kann sich jeder selber überlegen. Die Prüfer sind breit aufgestellt und schauen überall nach. Also beispielsweise nicht nur bei Hygiene, Praxisorganisation, Anamnesebogen und Dokumentation sondern auch in der EDV Anlage.
Wichtig: Ich selber bin kein Rechtsanwalt und kann das nur aus der Sicht der EDV Anlage als IT-Security Fachmann betrachten und Hinweise geben was man aktiv mit wenigem Mausklicks selber machen kann um einer ersten Diskussion aus dem Wege zu gehen. Lieber von Anfang an Massnahmen ergreifen als gar nichts zu machen. Verbessern kann man spätere Anforderungen, von denen wir heute noch nichts wissen, immer noch. Denn Unwissenheit schützt vor Strafe nicht. Da bestücken uns die Universitäten im zahnmedizinischen Bereich ja reichlich mit. Denn wer kommt schon aus dem Studium und kennt sich im wirklichen Leben ausserhalb des Mundes des Patienten aus, wenn er zum Beispiel eine Praxis gründen möchte? Da wird schon während des Studiums der falsche Grundstein und Weg gelegt bzw. beschritten! In diesem PDF gibt es eine Übersetzung des §9 Datenschutzbestimmungen in der Zahnarztpraxis in praktische Tipps die man sofort umsetzen kann.