Dirk Kueppers Applewelt

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Schlagwort-Archiv: Zahnarztpraxis ohne Windows

Test der Planmeca Somia Intraoral Kamera

Neulich klingelte wieder der DHL-Paketfahrer an meiner Türe. Ich freute mich über die Somia Intraoral Kamera aus dem Hause Planmeca. Da ich ja immer gerne vorher ein Produkt selber ausprobiere, bevor ich meinen windowsfreien Zahnarztpraxen grünes Licht gebe, war ich natürlich sehr gespannt, wie die Neue sich präsentiert. Zu aller erst: Superleicht, nur 33 Gramm. Die Kamera ist sogar für meine großen Patschehände nicht zu klein und nicht zu groß. Selbst wenn ich die Kamera in die linke Hand nehme, dauert es keine 5 Sekunden und ich habe alles im Griff. (Ich bin gewöhnlich Rechtshänder)
Lieferumfang im Paket
Kamera, USB-Kabel und ein Paket Einweg-Hygieneschutzhüllen. Die Kamera ist sowohl an der Planmeca Behandlungseinheit, als auch auch direkt am Computer über einen der üblichen USB Steckverbindungen zu betreiben. Sehr lobenswert: Der Anschluß an der Kamera ist nicht irgendetwas exotisches selbst Gebasteltes, sondern ebenfalls ein USB Stecker wie wir ihn auch von handelsüblichen Druckern kennen. Da haben sich die Hersteller etwas bei gedacht. Wunderbar, das Kabel steckt fest und kann nicht so schnell aus- oder abbrechen. Gegenüber anderen Herstellern ist das einfach ein Plus, wenn mal das Kabel ausgetauscht werden müßte. Als Bildsensor arbeitet ein CMOS Chip mit 5 MP und einer Auflösung von 800 mal 600 Bildpunkten in der Kamera. Die Brennweite beträgt 9 bis 35 mm was gestochen scharfe Bilder aus der Mundhöhle liefert. Auf den Bildern sieht die Kamera groß aus. Die Abmessungen sind jedoch kompakte 176 x 22,5 x 21,7 mm, die sich durch ihre Rundungen wunderbar an die Handfläche schmiegt.
Auslösen und Speichern des Bildes
Drückt man die Taste 1 Bildsteuerung zur Hälfte, wir das aktuelle Live-Bild eingefroren. Nach kurzer Sichtkontrolle am Monitor, drückt man die Taste ganz durch und lässt nach 2 Sekunden (einundzwanzig, zweiundzwanzig) wieder los. Das Bild wird in Romexis gespeichert. Als Testkandidat mußte gerade bei mir die Version Romexis 5.3.1 auf macOS 10.14.5 herhalten. Laut Handbuch der Kamera muß es mindestens Romexis 5.2 auf dem Computer geben, damit die Kamera ihren Dienst verrichtet. Ist zufällig auch noch eine Behandlungseinheit von Planmeca in der Praxis und mit der EDV/Romexis vernetzt, kann auch mit Hilfes des Fußschalters an der Behandlungseinheit das Bild ausgelöst werden. Ein Video gibt es von Planmeca dazu hier: https://vimeo.com/287425862

Fazit
Positiv: Kinderleicht in Betrieb zu nehmen. Röntgen und Intraoralbilder aus der Kamera sind in einer Software gespeichert. Schneller Zugriff von überall dadurch möglich.
Negativ: (aber nur für mich persönlich): Das läuft leider auch alles auf Windows. 🙂

Planmeca Romexis 5.3 erschienen und

für die Mac OS Betriebssysteme 10.12, 10.13 und 10.14 frei gegeben. Wahrscheinlich kommt doch bald Romexis 6. Das sah auf der IDS fantastisch aus. Hat einen Geschwindigkeitsschub bekommen und lässt sich mit deutlich weniger Mausklicks zum gewünschten Ziel bringen. Es ist also nun möglich macOS Sierra, macOS High Sierra und macOS Mojave damit laufen zu lassen. Das war der Nachrichtenüberblick – Zurück zu Lück 🙂

Tyscor-Pulse Software von Dürr Dental für macOS

Am Freitag den 3.3.2017 habe ich eine neue Software für den Mac kennen gelernt. Sie kommt aus dem Hause Dürr Dental und erlaubt die Überwachung des Kompressors und Amalgan Abschneiders in einer meiner Windowsfreien Zahnarztpraxen. Sie heisst Tyscor-Pulse und kann hier heruntergeladen werden https://www.duerrdental.com/produkte/absaugung/tyscor-pulse/ Die Installation ging ziemlich reibungslos. Empfohlen ist allerdings die Geräte bereits ordnungsgemäß am Netzwerk angeschlossem zu haben. Sonst bringt es Fehlermeldungen wie hier im Bild zu sehen ist. Ich kann nur sagen: Weiter so Dürr Dental, vielleicht wird das ja noch was 🙂

duerr-tyscor-pulse

Die MELAnet Box funktioniert. Ich sage dem Sirona DAC Winke Winke

Auf der Website http://www.melag.de/produkte/dokumentation/melanet-box/ kann man sich einen kurzen Überblick über die MELAnet Box verschaffen. Für mich war der spannende Teil jedoch die Einrichtung und in Betriebnahme des kleinen Wunderkästchens. Aber mal zurück auf Anfang: Es ging darum einen MELAquick 12+ (Übrigens eine fantastische Alternative zum Sirona DAC!) in ein Praxis EDV Netzwerk ohne Microsoft Windows einzubinden. Das MELAquick 12+ verfügt nur über eine RS232 Schnittstelle und die ist von Haus aus nun mal nicht direkt netzwerkfähig. Auch viele weitere Produkte aus dem Hause MELAG gibt es in Zahnarztpraxen die nur über diese alte Schnittstellentechnologie verfügen. Ich telefonierte also mit der MELAG Hotline in Berlin und freute mich gleich zwei mal. Erstens: Weil die MELAnet Box sich auch ohne Windows Software konfigurieren lässt und lediglich der Firefox Webbrowser benötigt wird und Zweitens: Die Firma MELAG verschliesst sich nicht mehr der Apple Plattform (Das kann man ja von Sirona und Co. weiterhin nicht behaupten). Die MELAnet Box wird also auf der einen Seite mit dem MELAquick 12+ über das beigelegte RS232 Adapter Kabel verbunden und auf der anderen Seite mit einem Ethernetkabel an das Praxis Netzwerk angeschlossen. Eine Steckdose ist ebenfalls bei der Planung zu berücksichtigen da die Box auch Strom benötigt. Das sollte in der Praxis an der richtigen Stelle im Steri aufgestellt sein, denn ein RS232 Kabel darf nur auf maximal insgesamt 5 Meter verlängert werden. Ethernet hingegen darf maximal 100 Meter lang sein bevor wieder ein aktives Gerät dazwischen geschaltet werden muss. Im nächsten Schritt hat der freundliche und kompetente Mitarbeiter der MELAG Hotline remote mit Teamviewer Unterstützung noch die Firmware der Box aktualisiert und einer Konfiguration (innerhalb einer Minute!) stand nichts mehr im Wege. Nun überträgt die MELAnet Box automatisch per FTP ihre Daten auf den Mac Server und diese können wie gewohnt in die PVS Charly vom Praxisteam eingelesen werden. Ein toller Workflow und vollkommen transparent, da auch die MELAnet Box immer anzeigt was sie gerade macht. Zu Preisen kann ich leider nichts sagen, da ich keine Hard- und Software verkaufe, aber der Fachhandel wird da mit Sicherheit Auskunft geben können. Eine wunderbare Lösung die sich unter dem Strich unsichtbar und ohne Support Aufwand in den Praxisalltag integriert. Tschüssn Sirona DAC 🙂

MELAnet Box

Getinge Millwashing Thermodesinfektor (Steris haben die aber auch!)

Auch dieser Steri (in klein auf dem Bild, aber auch in groß erhältlich) speichert seine Protokolldateien auf einem USB Stick ab, den man in den Mac ohne Windows stecken kann um die Daten in der Praxissoftware weiter zu verarbeiten. Es gibt zwar auch noch weitere Modelle, aber da lassen sich die Protokolle lediglich über einen Webbrowser anzeigen. Das wird dann mit der Weiterverarbeitung in der Praxisverwaltungssoftware zu kompliziert. Besonders interessant war die Aussage: Wir arbeiten darauf hin, auf allen Computersystemen zu funktionieren! Das hört man in der Dentalbranche noch zu selten und dafür alleine hat Getinge schon einen Orden verdient. Weiter so. Es werden immer mehr!

Getinge Millwashing